Einstufungsmanagement professionell umsetzen

Durch eine nicht dem Pflegeaufwand entsprechende Einstufung eines Kunden entstehen vielfältige Probleme sowohl für ambulante als auch für stationäre Pflegeeinrichtungen. Die Folgen können monetäre sowie personelle Belastungen sein.

In vielen Altenhilfeeinrichtungen ist bislang kein strukturelles Einstufungsmanage-mentsystem implementiert und selten ist eine konkrete Verantwortlichkeit für diesen wichtigen Bereich festgelegt.

Somit wird ein oftmals vorhandenes Höherstufungspotenzial vieler Patienten/Bewohner nicht wahrgenommen und nicht oder zu spät eine Höherstufung beantragt sowie Erfolg bringend umgesetzt.

Gleichfalls ist, gemessen am Fortbildungs- und Schulungsaufwand, das Ergebnis bei der Beurteilung der Qualität der Pflegeplanung und Pflegedokumentation immer noch nicht ausreichend.
Zu diesem Ergebnis kommt auch immer wieder der MDK bei seinen Qualitätsprüfungen. Das heißt, es existiert ein Spannungsfeld zwischen professionellem Anspruch und gesetzlichen Vorgaben.

Umso notwendiger ist es, die verbindlichen Vorgaben, die für Gutachter(innen) des MDK entsprechend den Begutachtungsrichtlinien gelten, genau zu kennen und diese fachlich zu interpretieren, um sich präzise auf Einstufungsprozesse vorbereiten zu können.

 

 

Lernziele Lerninhalte
  • Die Teilnehmer kennen die gesetzlichen Grundlagen des SGB XI
  • Die Teilnehmer kennen die Hilfeformen und können diese zuordnen
  • Die Teilnehmer wissen um die Besonderheiten bei der Begutachtung von Menschen mit Demenz und können den Hilfebedarf entsprechend geltend machen
  • Die Teilnehmer kennen die erschwerenden/erleichternden Faktoren sowie die krankheits-spezifischen Maßnahmen und können diese adäquat geltend machen
  • Die Teilnehmer sind sicher in der Anwendung der Zeitorientierungswerte
  • Die Teilnehmer erkennen die Bedeutung der Pflegedokumentation für die Einstufungssituation, reflektieren ihr bisheriges Vorgehen, erlernen das Formulieren des Hilfebedarfs in der Dokumentation, können den Zusammenhang zwischen Pflegeprozess und Einstufung herstellen und können die Begutachtungssituation präzise vorbereiten
  • Die Teilnehmer kennen die Aufgaben einer Pflegefachkraft im Rahmen des Einstufungsma-nagements und füllen diese durch ein eigenes Handlungskonzept
  • Die Teilnehmer beherrschen die Widerspruchsbearbeitung
  • Die gesetzlich definierte Verrichtung des täglichen Lebens
  • Hilfeformen
  • Besonderheiten bei der Begutachtung von Menschen mit Demenz
  • Erschwerende/erleichternde Faktoren
  • Krankheitsspezifische Pflegehandlungen
  • Zeitorientierungswerte
  • Bedeutung der Dokumentation im Rahmen der Einstufung
  • Vorbereitung der Begutachtung
  • Durchführung der Begutachtung
  • Widerspruchsbearbeitung
  • Hilfestellungen
  • Praktische Übungen

Förderung

  • durch Bildungsscheck oder Prämiengutschein – wir beraten Sie hierzu gerne

Zielgruppe

  • Das Angebot richtet sich an alle MitarbeiterInnen mit abgeschlossener Berufsausbildung (examiniert oder gleichwertiger Abschluss) in der Pflegebranche.

Zugang

  • Die Zulassung zum Lehrgang setzt eine abgeschlossene Berufsausbildung (z.B. in der Krankenpflege, Altenpflege,) oder ein gleichwertiges abgeschlossenes Studium voraus

Flyer/Infoblatt


 
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